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| Vor ihrer Wohnzimmerwand mit dem JBH-Motiv: Daniel Herold, David Ulbricht, Leopold Gebauer, Florian Stephan. Foto Lohmann |
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Wohngemeinschaft auf Zeit
Vier junge Männer auf Erfahrungssuche teilen ihr privates Basislager
STADE.
Inmitten eines maritimen Motivs prangen die weißen Buchstaben: "JBH Stade" für "Jugendbauhütte Stade". Damit haben die vier jungen Männer, die seit September in der zufällig zusammengewürfelten Wohngemeinschaft in einem Mehrfamilienhaus in Stade leben, ihr Wohnzimmer verschönert. Sie gehören zu den 17 Freiwilligen, die im ersten Jahr der Stader Jugendbauhütte ihren Einsatz im Landkreis haben.
Für ein Jahr in der Denkmalpflege statt Zivildienst in der Altenpflege entschied sich der Abiturient Florian Stephan (19) aus Potsdam, weil er sich mehr fürs Bauen und Planen interessiert. David Ulbricht (20) aus Schleswig-Holstein, der Geige und Klavier spielt, nahm nach dem Abitur eine Auszeit, um sich beruflich zu orientieren. Auch der Bayer Daniel Herold (20) ist noch auf der Suche: Nach dem Abitur wollte er zunächst praktisch-handwerkliche Erfahrungen sammeln. Leopold Gebauer (21) aus Brandenburg suchte nach seiner zweijährigen schulischen Ausbildung zum Tourismus-Assistenten Praxiserfahrung.
Der ausgebildete Touristen-Führer hat als einziger einen festen Arbeitsplatz: Er arbeitet im Schwedenspeicher-Museum, führte Schulklassen durch die Ausstellungen und animierte bei Kindergeburtstagen. Die anderen drei gehören zur "Mobilen Einsatztruppe". Sie springen dort ein, wo sie benötigt werden: bei einer Notgrabung auf dem Friedhof in Oldendorf, beim Bau eines Hallentors im Technikmuseum, im Archiv im Harsefelder Rathaus. Zurzeit sind zwei im Schloss Agathenburg damit beschäftigt, die Eröffnungsfeier am 30. März vorzubereiten.
Nebenbei werkeln sie in ihrer Vier-Zimmer-Wohnung. Die Wohnung der Wohnstätte wurde von der Jugendbauhütte gemietet und zum Teil mit Möbeln der Wohnstätte möbliert, um die vier Jugendbauhüttlern, die aus fernen Regionen kommen, für ein Jahr unterzubringen. Wenn sie Ende August wieder gehen, ziehen vier vom nächsten Jahrgang ein. Langfristig plant die Jugendbauhütte, in einem eigenen Projekt ein baufälliges, denkmalgeschütztes Gebäude als Geschäftsstelle und Wohnraum herzurichten. (sal)
26.03.2010
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